Сборник текстов и интервью (немецкий язык как второй иностранный) Для студентов факультета лингвистики



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Дата08.10.2012
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Landeskunde

1. Die Zugspitze


Die Königin der Bayerischen Alpen, Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze ist eigentlich nur ein relativ kleiner Dreitausender. Als ein Berg, der nicht einmal dreitausend Meter Höhe erreicht, ist die Zugspitze nur einer unter vielen. Hinzu kommt, dass die Deutschen ihren höchsten Gipfel mit den Österreichern teilen müssen. Aber dass die Zugspitze keine ebenso hohen Gipfel neben sich hat, macht sie zu einem besonderen Berg: Sie ragt unmittelbar vom Flachland der Voralpen in die Höhe. Dadurch wirkt sie viel imposanter als so mancher Dreitausender, der von anderen Dreitausendern umgeben ist.

Es gibt Aufstiege zum Gipfel von unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden. Man kann aber auch im Sitzen aufsteigen, das heißt mit der Zahnradbahn. Bis zur ersten Station – sie heißt „Riffelriss” – genießt man einen Blick auf den Eibsee, den man nur herrlich oder unvergesslich nennen kann. Danach aber geht es in den Tunnel, der sehr eng ist, ziemlich dunkel und eisig kalt. Eine Fahrt in die Unterwelt, die erstaunlicherweise nach oben führt. Im Tunnel herrscht schon jenes Klima, das einen auf dem Gipfel erwartet. Schließlich sieht man das ersehnte Licht am Ende des Tunnels, auch wenn es nur das künstliche Licht der unterirdischen Endstation ist. Nach so viel Dunkelheit ist der Blick, der sich einem beim Betreten der Aussichtsterrasse bietet, um so eindrucksvoller. Es ist, als beträte man eine grell ausgeleuchtete Theaterbühne, auf der das Drama der Erdgeschichte gespielt wird. Und darin spielt der Mensch nur eine Statistenrolle. Runter von der Zugspitze fährt man mit der Seilbahn, einer der größten Seilbahnen Europas.

2. Die Geschichte des Gartenzwergs


Woran denken Sie im Zusammenhang mit großen internationalen Ausstellungen und Industriemessen in Hannover, Nürnberg oder Leipzig? Natürlich an Kraftfahrzeuge, Maschinen und Spielzeug aus Westdeutschland, optische Geräte und chemische Erzeugnisse aus Ostdeutschland, Uhren und Schokolade aus der Schweiz, Skiausrüstung aus Österreich. Zu den Exportschlagern aus der Bundesrepublik gehört aber auch ein anderes Produkt, über das viele moderne Deutsche gar nicht gern reden: der Gartenzwerg. Dieser gemütliche kleine Bursche hat sich seit seiner Erfindung im Jahre 1879 in Gräfenroda kaum verändert. Er hat eine gebräunte Haut und einen grauen Bart, und sein Alter ist unbestimmt. Er trägt eine rote Zipfelmütze, lächelt und macht nie ein unfreundliches Gesicht. Er steht entweder mitten im Garten oder er liegt versteckt im Gras, raucht Pfeife oder trinkt Wein. Es gibt auch einen “gebildeten” Gartenzwerg, der ein Buch auf seinen Knien hat.

Gartenzwerge sind immer männlich. Es ist zwar versucht worden, weibliche Gartenzwerge auf den Markt zu bringen, aber die wollte niemand kaufen.
Von Beruf ist der Gartenzwerg gewöhnlich Gärtner (dann schiebt er eine Schubkarre oder arbeitet mit Gießkanne und Spaten), Bergmann (auf Wunsch mit einer elektrischen Laterne), Jäger, Angler, Musiker oder Sänger. Sein liebstes Musikinstrument ist Ziehharmonika. Mit modernen Geräten, mit Autos, Fotoapparaten oder Computern kann er nicht umgehen (Solche Zwerge kauft man nicht, sagen die Hersteller). Die Nachfrage nach Gartenzwergen steigt ständing, und das Angebot ist entsprechend hoch: Rund vierhundert verschiedene Modelle sind zur Zeit auf dem Markt. Der größte Hersteller produziert jährlich über 800 000 Exemplare, von denen ein Drittel in den Export geht.

3. Die Wiener Museen


In Wien gibt es zahlreiche Kunstmuseen und Gedenkstätten der Komponisten und Dichter sowie viele Spezialmuseen, wo man zum Beispiel alte Uhren oder alte Fiaker sehen kann. Viele Jahrhunderte lang haben die Habsburger Kunstwerke und Schätze gesammelt, die in ihrer ehemaligen Residenz, der Hofburg, im Kunsthistorischen Museum oder in den Schlössern Schönbrunn und Belvedere untergebracht waren.

Die Hofburg liegt im historischen Zentrum Wiens und stellt eine Gruppe von Gebäuden dar, die in verschiedenen Jahrhunderten entstanden sind. Das älteste Gebäude wurde als eine Festung im XIII. Jahrhundert erbaut und trägt den Namen „Schweizerhof”. Der Name des Hofes ist auf die kaiserliche Leibgarde zurückzuführen, die hier untergebracht war und zur Zeit von Maria Theresia ausschließlich aus Schweizern bestand. Die Schatzkammer der Hofburg ist seit 1918 ein Museum. Ihr wertvollster Gegenstand ist die Krone des „Heiligen Römischen Reiches”, die im X. Jahrhundert geschaffen worden war.

Das Kunsthistorische Museum verfügt über ein Münzkabinett, eine Waffensammlung und eine Kollektion von alten Musikinstrumenten. Das im Jahre 1781 erbaute Palais Albertina beherbergt in seinen Wänden die berühmte Sammlung der Kunstgraphik, die dem Herzog Albert gehört hatte. In der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts wurde das Gebäude der Albertina im klassizistischen Stil umgestaltet. Die graphische Sammlung der Albertina besitzt über eine Million graphische Blätter und rund 44 000 Zeichnungen und Aquarelle und zählt zu den reichsten graphischen Kollektionen der Welt. Im Österreichischen Museum für angewandte Künste kann man wertvolle Möbel, Teppiche, Stickereien sowie eine große Porzellan- und Glassammlung bewundern.

4. Aus der Geschichte Baden-Württembergs


Viele Völker, viele Herrscherhäuser hinterließen in tausendjähriger Geschichte des Landes Baden-Württemberg ihre Spuren. Die Geschichte beginnt circa 500 vor Christi. Damals lebten hier die Kelten. Im ersten Jahrhundert nach Christi kamen die Römer an den Oberrhein. Zu ihren wichtigsten Siedlungen zählten Baden-Baden und Rottweil. Im dritten Jahrhundert kamen hierher die Franken und Alemannen. Später wurden die Alemannen von den Franken zerschlagen.

Im Jahre 643 wurde das erste Kloster am rechten Ufer des Rhein erbaut. Die Klöster wurden in der Folgezeit nicht nur geistliche und geistige Zentren, sondern auch Ausgangspunkte der Besiedlung.

Die Stadt Freiburg wurde von den Herzögen von Zähringer gegründet. Später kamen hier die Grafen von Baden und Fürstenberg an die Macht. Das Jahr 1457 war das Gründungsjahr der berühmten Freiburger Universität. Das geschah unter Erzherzog Albrecht. Anfang des XIX. Jahrhunderts betreute Großherzog Ludwig die Freiburger Universität und sicherte ihre weitere Entwicklung. Die Universität nannte man später zum Dank ihren Gönnern Albrecht-Ludwigs-Universität. Diesen Namen trägt die Freiburger Universität auch heute.

Im Jahre 1535 wurde die Grafschaft Baden in verschiedene Gebiete geteilt. Der Schwarzwald und der Oberrhein wurden im Dreißigjährigen Krieg zu Kampfgebieten. Im XVII. Jahrhundert begann sich hier die Industrie zu entwickeln. Zum wichtigsten Wirtschaftszweig wurde in diesem Gebiet damals die Textilindustie. Um 1670 begann die Uhrenfabrikation. Die ersten Kuckuckuhren wurden um 1740 hergestellt. Uhrenhändler vertrieben ihre Waren sogar bis Nordamerika, England, Russland und die Türkei.

5. Wiener Kaffeehäuser und Wiener Walzer


In Europa ist kaum noch jemand zu treffen, der noch nie etwas über berühmte Wiener Kaffeehäuser gehört hätte. Nicht viele aber sind über ihre Entstehungsgeschichte informiert. Womit hat also alles angefangen? Das erste Kaffeehaus wurde 1685 in Wien eröffnet. Es wird erzählt, dass türkische Soldaten den Kaffee nach Wien gebracht hatten. Die Wiener fanden das neue Getränk wunderbar, und bald gab es schon mehrere Kaffeehäuser in Wien. Dort konnte man Freunde treffen, Billard oder Schach spielen und zahlreiche Zeitungen lesen. Bis 1840 trafen sich in Kaffeehäusern ausschließlich Männer. Später wurden die Kaffeehäuser zu beliebtesten Treffpunkten für Künstler, Gelehrten, Journalisten, Dichter und Politiker.

Ganz besonders berühmt sind Österreichs Kaffeehäuser durch ihre Zuckerbäckerwaren, die italienische Konditoren an den Wiener Kaiserhof brachten. Es gab damals sogar einen kaiserlichen Hofkonditor! Seitdem isst man in Österreich gern Süßspeisen wie Strudel, Linzertorte oder Sachertorte zu einer guten Tasse Kaffee. In den Kaffeehäusern wird aber nicht nur Kaffee getrunken, man unterhält sich, plaudert mit seinen Bekannten oder man liest Zeitungen und Zeitschriften. In den besseren Einrichtungen dieser Art kann man nicht nur örtliche, sondern auch ausländische Zeitungen und Zeitschriften finden.

Wien ist auch durch den Wiener Walzer bekannt. Wer kennt den Walzer „An der schönen blauen Donau” von Johann Srauß nicht? Für die Österreicher ist dieser berühmte Walzer die zweite Staatshymne. Zuerst war er ein Bauerntanz und hieß „Ländler”. Später tanzten Kaiser und Könige den Walzer.

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