Сборник текстов и интервью (немецкий язык как второй иностранный) Для студентов факультета лингвистики



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Дата08.10.2012
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Wissenschaft

1. Die „Champions League“ der internationalen Forschung


Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland spielen in der „Champions League“ der internationalen Forschung. Ein Gradmesser für die Innovationskraft ist die Zahl der Patente: In Europa ist Deutschland in dieser Disziplin Spitze. Ob Aspirin, Airbag oder Zahnpasta: Innovationen „made in Germany“ haben schon oft die Welt verändert. Rund zehn Prozent aller Nobelpreise gingen bisher an deutsche Wissenschaftler. In den Naturwissenschaften erhielten insgesamt 27 deutsche Forscher den Nobelpreis in Chemie, 23 in Physik und 15 in Medizin oder Physiologie. Darunter so berühmte Namen wie Conrad Röntgen oder Albert Einstein vom Beginn des letzten Jahrhunderts. Aber auch die aktuelle Bilanz lässt sich sehen: Allein in den vergangenen 15 Jahren ist die Arbeit von acht deutschen Forscherinnen und Forschern mit dem Nobelpreis belohnt worden.

Mit 23800 Anmeldungen im Jahr 2006 beim Europäischen Patentamt liegt Deutschland deutlich vor den anderen europäischen Ländern. Bekannt sind die Stärken der deutschen Forschung in Maschinenbau, Chemie, Medizin, Physik und Mathematik. Auch ausländische Unternehmen haben das Land als „Denkfabrik“ entdeckt: Deutschland ist weltweit der zweitgrößte Forschungsstandort ausländischer Unternehmen nach den USA. 12100 Firmen aus aller Welt haben laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) 72300 Mitarbeiter in deutschen Labors. So hat das schwedische Unternehmen Ericsson in Aachen Forschungsabteilungen mit 800 Mitarbeitern.

2. Pyramidenfund in Peru


Amerika ist älter als man denkt. In Peru haben deutsche Forscher eine Pyramide ausgegraben, die 5000 Jahre alt und damit die älteste Pyramide Amerikas ist.

Mesopotamien, Ägypten, Indien und China – das sind die Orte, an denen vor rund 5000 Jahren die ersten Zivilisationen aufblühten und die als Wiege der Menschheit gelten. Seit einigen Jahren gehört auch Peru dazu. Mitte der 90er Jahre legte die peruanische Archäologin Ruth Shandy die Stadt Caral frei, die zeitgleich mit den Ur-Zivilisationen entstanden ist. Caral gilt seitdem als „älteste Stadt Amerikas".

In Casmatal, das rund 200 Kilometer von Caral entfernt ist, haben deutsche Forscher nun eine große Pyramide freigelegt, die noch älter ist als die bisherigen Funde in Caral. Die ersten Grundsteine der Pyramide wurden 2960 v. Chr. gelegt. Damit ist sie die älteste Pyramide Amerikas.

Die nördliche Küste Perus besteht zum großen Teil aus Wüste. Es regnet selten.
Da die Region aufgrund ihres Wüstenklimas unfruchtbar ist, entwickelten die Menschen damals ein künstliches Bewässerungssystem, um Früchte und Getreide anbauen zu können, sagt der Forscher Jürgen Golte vom Lateinamerikainstitut der Freien Universität Berlin. Ein solches Projekt aber brauchte eine zentrale Lenkung und so formte sich in der Stadt eine Hierarchie, die sich im Laufe der Zeit institutionalisierte. Es entstanden weitere Projekte, so auch der Bau der Pyramiden, der als Machtbeweis diente. Die Pyramiden hatten somit keinen materiellen Nutzen, sondern waren ein Prestigeobjekt.

3. Wissenschaft ist mehrsprachig


Diese These diskutierten Wissenschaftler bei einem Symposium in Berlin. Sie erteilten dem Englischen als alleiniger Sprache in der Wissenschaft eine Absage und fanden dafür viele Gründe. Die Tagung war ein Teil des mehrtägigen Events „Die Macht der Sprache“, mit dem das Goethe-Institut Mitte Juni zahlreiche Besucher in die Berliner Akademie der Künste lockte. Es ging dabei um verschiedene Aspekte der deutschen und internationalen Sprachenpolitik.

Die meisten Teilnehmer waren sich einig: Die Mehrsprachigkeit von Wissenschaft ist das Ideal – aber man muss heute dieses Ideal verteidigen. Der frühere sächsische Wissenschaftsminister Hans Joachim Meyer nannte es „lächerlich“, wenn „in Deutschland von deutschen Wissenschaftlern vor einem deutschen Publikum über deutsche Geschichte und Gesellschaft Vorträge und Diskussionen in Englisch gehalten werden“.

Mit ihrer Kritik standen Geisteswissenschaftler keineswegs allein da. Negativ äußerte sich auch der Münchner Biomedizin-Professor und Immunologe Ralph Mocikat über Englisch als alleinige Sprache der Naturwissenschaften. Er registriert nicht nur, dass sich die deutschen Kollegen in Englisch häufig weniger gut ausdrücken können als in ihrer eigenen Sprache, sondern sieht auch die Gefahr, dass durch den Gebrauch von Englisch das kreative Denken eingeschränkt werde. Der Mediziner fürchtet darüber hinaus den Verlust einer deutschen Fachsprache, denn für viele Fachbegriffe gibt es schon heute keine deutschen Vokabeln mehr. Dadurch wird die Wissenschaft von der Gesellschaft abgetrennt. Forschungsergebnisse aus der Medizin gelangen aufgrund der Sprachbarriere nicht mehr zum Patienten.

4. Berliner Forscher entdecken Neurodermitis-Gen


Berliner Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, das Neurodermitis auslösen kann. Gefunden wurde das Gen mit Namen COL29A1 von Forschern des Max-Delbrück-Zentrums für Molekulare Medizin und Kinderärzten der Charité. An Neurodermitis leidende Kinder verfügten häufig über bestimmte Varianten von COL29A1, teilte die Charité am Mittwoch mit. Diese Mutationen erhöhten also das Risiko, an Neurodermitis zu erkranken, folgern die Forscher. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Biology“ veröffentlicht. Die Forscher fanden heraus, dass das Gen die Bauanleitung für das Protein Kollagen 29 enthält, das in der Haut von gesunden Menschen in der äußersten Schicht (Epidermis) aktiv ist. Neurodermitis-Patienten fehle das Protein.

Noch ist unklar, welche Funktion Kollagen 29 in der Epidermis hat. Die Forscher vermuten, dass es den Zusammenhalt der Hautzellen und die Wanderung von Abwehrzellen in der Epidermis beeinflusst. Damit würde es beim Schutz der Haut vor äußeren Einflüssen wie Kälte oder Hitze und der Abwehr von Erregern eine wichtige Rolle spielen. Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler rund 500 Familien mit 908 an Neurodermitis erkrankten Kindern genetisch untersucht. In den meisten Fällen war die Krankheit bereits in den ersten Lebensmonaten und -jahren ausgebrochen.

Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung, die oft mit Allergien verbunden ist und in den Industrieländern 10 bis 20 Prozent der Kleinkinder trifft. Sie ist häufig ein erstes Anzeichen für die Entwicklung weiterer allergischer Erkrankungen wie Asthma oder Heuschnupfen.

5. Klimacheck im ewigen Eis


Zwei Propellermotoren mit jeweils 170 PS, 54 Meter Länge und 17 Meter Höhe. Die Rede ist von einem russischen Zeppelin, der von der Firma Rosaerosystems in Moskau gebaut wird. Vom März 2008 an soll mit dem Luftschiff die Arktis erforscht werden. Mit an Bord ist Christian Haas vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Der Wissenschaftler wird aus der Luft das Meereis und das Erdmagnetfeld vermessen. Manche Klimaforscher befürchten, dass der Arktische Ozean im Laufe des XXI. Jahrhunderts in den Sommermonaten seine Eisschollen komplett verlieren könnte. Haas will diese beunruhigende Entwicklung erforschen. „Der Zeppelin ist eine ideale Plattform für diesen Zweck, denn er hat eine größere Reichweite als zum Beispiel ein Hubschrauber“, sagt der Geophysiker. Außerdem fliege das Luftschiff sehr ruhig und mit immerhin knapp 180 Kilometer pro Stunde recht schnell.

Eingebettet ist das deutsch-russische Projekt in das Internationale Polarjahr 2007/2008 – eine globale Initiative zur Erforschung der Polargebiete, an der sich Tausende Biologen, Klimaforscher, Geologen und Zoologen weltweit beteiligen. Das Polarjahr ist vermutlich das größte internationale Forschungsvorhaben, das es jemals gab. Vor allem Russland und Deutschland arbeiten dabei eng zusammen, wie auch ein anderes wissenschaftliches Vorhaben zeigt: die Erforschung von so genannten Polynias, Löchern im Eis. Verursacher dieses Phänomens sind vermutlich bestimmte geographische und meteorologische Verhältnisse, erläutert Jens Hölemann, der wie sein Kollege Haas am AWI forscht und an dem Polynia-Projekt mitarbeitet.

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