Сборник текстов и интервью (немецкий язык как второй иностранный) Для студентов факультета лингвистики



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Дата08.10.2012
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Aktuelles

1. Kampf gegen die Vogelgrippe


Am 14. Februar dieses Jahres werden am Strand der Ostseeinsel Rügen zwei tote Vögel gefunden. Die Tiere sind, wie sich schnell herausstellt, von dem auch für Menschen gefährlichen Virus H5N1 befallen.

Die Vogelgrippe hat Deutschland erreicht. Seit langem ist man auf diesen Augenblick vorbereitet. Politiker und Forscher arbeiten Hand in Hand, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhüten. Die Vogelgrippe, ursprünglich Geflügelpest genannt, ist seit 1878 bekannt. 1997 erkrankten in Hongkong erstmals Menschen an dem Virus H5N1, und seit 2003 ist der Virus in Südostasien auf dem Vormarsch. Im Herbst 2005 erreichte er Osteuropa, Anfang 2006 die Türkei und mit Italien und Griechenland die ersten Länder der Europäischen Union.

Seit Jahren warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor dem Ausbrechen einer Pandemie. Die größte Befürchtung der Experten ist, das H5N1 so mutiert, dass die Grippe von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die WHO sieht in dieser Gefahr eine Herausforderung, bei der nationale und internationale Zusammenarbeit auf allen Gebieten gefordert ist. In Deutschland ist das Robert-Koch-Institut in Berlin die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung.

In Deutschland gibt es insgesamt rund 120 Millionen Hühner und Enten – eine blühende Geflügelindustrie, die vor der Vogelgrippe geschützt werden muss. Das Bundesministerium für Gesundheit vergab 20 Millionen Euro an zwei internationale Pharmafirmen zur Erforschung und Herstellung eines Impfstoffes, der gegen H5N1 wirksam ist.

2. 75 Prozent der Fläche Jakartas überflutet


Das Wasser in der indonesischen Hauptstadt Jakarta steigt weiter: Ausgelöst wurde die Katastrophe von tagelangen Regenfällen. Tausende Häuser stehen bis zum Dach unter Wasser, verzweifelte Eltern versuchen ihre Kinder auf den Schultern vor den Wassermassen zu retten: Rund drei Viertel der Fläche der Zwölf-Millionen-Einwohner-Stadt Jakarta stehen nach tagelangen heftigen Regenfällen unter Wasser. Rund 340.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Wegen des verschmutzten Wassers wird ein Ausbruch von Seuchen befürchtet. Betroffen sind sowohl Armenviertel als auch Stadtteile mit Villen und Geschäften. Aus Angst vor Plünderern wollten viele Bewohner trotz der Überschwemmungen ihre Häuser nicht verlassen.

In einigen dicht besiedelten Gebieten stand das Wasser bis zu drei Meter hoch. Die Armee setzte etwa 1300 Soldaten ein, um den Flutopfern bei der Evakuierung zu helfen. Die Menschen fanden unter anderem in Schulen, Kirchen und Moscheen in der Hauptstadt Zuflucht. Am Sonntag hatte das Wasser auch den Präsidentenpalast erreicht.

Jakarta ist häufig von Überschwemmungen betroffen.
Viele Stadtbereiche liegen sehr niedrig und in Flussnähe, das Kanalsystem ist schlecht. Die Katastrophe aber hat noch schlimmere Ausmaße angenommen als die letzte große Flutkatastrophe vor fünf Jahren, bei der in Jakarta mindestens 21 Menschen ums Leben kamen und 300.000 Menschen obdachlos wurden. Schuld am Ausmaß der Überschwemmungen ist nach Ansicht von Experten aber auch der gedankenlose Umgang mit der Natur.

3. Leben nach der Katastrophe


Die Flutkatastrophe in Südostasien hat mehr als 280 000 Menschenleben gefordert. Die Folgen des Tsunami lösten in Deutschland eine beispiellose Hilfs- und Spendenbereitschaft aus. „Nach einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der Menschengeschichte rückt die Welt enger zusammen. Globalisierung betrifft uns wirklich alle“, urteilte Gerhard Schröder.

Schon unmittelbar nach der Flutwelle, die vor allem Küstenregionen Indonesiens, Sri Lankas, Thailands und Indiens traf, stellte die Bundesregierung 22 Millionen Euro an humanitärer Hilfe sofort bereit. Das Krisenreaktionszentrum trat sofort zusammen, organisierte den Transport der Hilfsgüter in die Region, den Heimtransport von verletzten Deutschen und anderen Europäern sowie in Zusammenarbeit mit den deutschen Vertretungen vor Ort die Suche nach verschollenen Landleuten. Eine Telefonhotline war rund um die Uhr im Einsatz.

Bis Mitte Januar gingen in Deutschland rund 375 Millionen Euro Privatspenden an verschiedene Hilfsorganisationen. Das ist weltweit einmalig. Aus der Gesamtsumme wird jedoch keinesfalls nur Soforthilfe finanziert. Sie soll in den kommenden drei bis fünf Jahren auch für langfristige Wiederaufbauprojekte genutzt werden. Aber Deutschland will sich nicht nur am Wiederaufbau in der Region beteiligen. Auch für die Einrichtung eines Tsumani-Frühwarnsystems für den Indischen Ozean hat die Bundesregierung den betroffenen Ländern Hilfe angeboten.

4. Krieg auf Schienen


In Russland hat es erneut einen Terroranschlag gegeben. In der Nacht zum Dienstag entgleiste nach einer Explosion ein Personenzug mit mehr als 200 Insassen auf der Strecke von Moskau nach St. Petersburg. Die genauen Hintergründe sind unklar. Sicher ist aber, dass das Zugunglück durch eine selbst gebaute Bombe ausgelöst wurde.

Wie die englischsprachige Internetseite kommersant.com berichtete, will Putin höchstpersönlich die Ermittlungen leiten. Das russische Innenministerium teilte mit, der Sprengsatz sei vor der Lokomotive des Zuges explodiert. Die Agentur Interfax berichtete, dass die Bombe ferngezündet wurde, als die Lokomotive sie erreichte. Bei dem Zugunglück wurden mindestens 60 Passagiere verletzt, teilte die russische Bahn mit. Nach Angaben des Radiosenders Echo Moskwy wurden auch Kinder und ein italienischer Passagier in Krankenhäuser gebracht.

Am Unglücksort in der Nähe der Ortschaft Malaja Wischera wurde ein eineinhalb Meter tiefer Krater entdeckt. Der Lokführer berichtete, vor dem Entgleisen des Zuges sei ein Explosionsknall zu hören gewesen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr der Schnellzug „Newski Express“, der als einer der modernsten Züge Russlands gilt, mit einer Geschwindigkeit von knapp 180 Stundenkilometern.

Obwohl noch unklar ist, wer hinter dem Anschlag steckt, kündigten die russischen Behörden an, die Sicherheitsvorkehrungen künftig zu verschärfen. Der Leiter des Nationalen Anti-Terror-Komitees, Nikolai Patruschew, sagte, es dürfe nicht zugelassen werden, dass mögliche extremistische Handlungen die Lage im Land destabilisierten.

5. Wieder Teenager in London erstochen


Nach einer Reihe von Morden an jungen Leuten ist in London wieder ein Teenager mitten auf der Straße erstochen worden. Als tatverdächtig gelten zwei 16-Jährige, teilte die Polizei mit. Sie seien festgenommen worden. Das Opfer war 17 Jahre alt. Seine Leiche wurde gegen Mitternacht im Viertel Newham im Osten Londons gefunden. Seit Beginn des Jahres sind in London 18 Teenager erstochen oder erschossen worden. Allerdings sei noch unklar, ob auch der letzte Mord im Zusammenhang mit Kampf verschiedener Jugendbanden steht, sagte ein Polizeisprecher. In der vergangenen Woche waren Erkenntnisse der Polizei bekannt geworden, wonach die Zahl der Jugendbanden in London auf mehr als 250 angewachsen ist. Vor zwei Jahrzehnten warnte der amerikanische Soziologe Charles Murray in einer Serie von Essays und Artikeln, Großbritannien würde eine ähnliche Entwicklung drohen wie in den Sechzigern in den USA: Unbegrenzte Zahlungen an Arbeitslose zerstören die Arbeitsmoral der Schwarzen, großzügige Subventionen alleinstehender Mütter führen zum Zerfall der Familie. Eine Generation von Kindern wächst auf, die nie einen Vater erlebt, der morgens zur Arbeit geht. Der Anteil schwarzer Jungen, die ohne Vater aufwachsen, liegt bei mehr als 50 Prozent. Viele von ihnen leben in einer überwiegend feminisierten Umwelt. In der Schule werden sie überwiegend von Lehrerinnen unterrichtet. Ihre Mütter zu Hause werden vom Staat versorgt. Sie wachsen ohne jegliches männliches Rollenmodell auf. Das Geld kommt immer vom Staat. Für Jungs aber werden Kriminalität, Drogen und der „Respekt“ der Gang zu den bestimmenden Faktoren ihres Lebens.

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