Практикум (немецкий язык как второй иностранный) Для студентов факультета лингвистики



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Дата08.10.2012
Размер1.75 Mb.
ТипПрактикум
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4. Industrie, Arbeit, Wirtschaft

Ohne Auto? Nein, danke!


Verstopfte Straßen. Die ewige Suche nach Parkplätzen. Stinkende Staus. 40 Millionen Fahrzeuge rollen auf Deutschlands Straßen – und täglich werden es mehr. Welcher Autofahrer gibt nicht längst zu, dass er manchmal reichlich genervt ist? Aber deshalb den Wagen gleich ganz abschaffen? Da sagen fast alle Familien erst einmal nein. Kommt für uns nicht in Frage. Und – suchen dann aber doch nach vernünftigen Kompromissen. Nach einer Alternative, die Nerven und Umwelt schont, vielleicht den Geldbeutel gleich mit. Es gibt einige Lösungen – vielleicht ist Ihr Zukunftsmodell dabei?

Fahrgemeinschaften

Die erste Idee ist einfach. Wer zusammen arbei­tet, fährt gemeinsam ins Büro. Treffpunkt zum Beispiel eine Autobahnbrücke: Dort steigen alle in ein Fahrzeug um. Spart Geld, hat sich schon tausendfach be­währt.

Beispiel Ludwigshafen. Drei Frauen. Drei Autos. Ein Arbeitsplatz. Claudia Remmele, 18: „Wir drei kennen uns seit der gemeinsamen Ausbildung, wohnen alle in der Nähe. Die Firma ist rund 50 Kilometer entfernt. Auf Bus oder Bahn umsteigen? Da wären wir eine Stunde zu früh im Büro. So sind wir auf die Idee gekommen. Zwei Autos bleiben ste­hen, in einem fahren wir zu dritt." Jede Woche wird das Auto gewechselt. Seit dem Sommer arbeiten sie in ver­schiedenen Abteilungen und – blieben bei ihrem Modell. „Es hat noch nie Probleme gegeben, wir sind uns immer einig." Die Firma belohnt das Trio: Wer als Fahrgemeinschaft kommt, genießt einen reservierten Parkplatz.

Car-Sharing

Das zweite Modell ist ideal für Nachbarn, Freunde, die aus Ko­stengründen oder Überzeugung umweltbewusster leben wollen.

Beispiel Warendorf. Zwei Familien teilen sich ein Auto. Bei allen Automobilclubs gibt es Musterverträge, wo alle Streitfälle geregelt sind. Ursula Gehrs: „Zuerst habe ich mein Auto regelmäßig gebraucht. Bus- und Bahnverbindungen zur nächsten Großstadt sind zu schlecht. Dann habe ich es mir zum er­stenmal überlegt und verstanden, dass der Wagen zu teuer wird." Aber – ohne Auto ein Großeinkauf für die Familie? Mit drei Kindern im Alter zwischen sieben und 16 mal die Oma besuchen? Die Lösung hat ein Gespräch mit der Freundin gebracht. Hedwig Tarner, 33, hat schon lange ein Auto vermisst. Nicht für den Alltag, aber für Dringendes. Jetzt kann sich ihre Familie ein „halbes" Auto leisten. Das funktioniert so: Beide fahren den Wagen je eine Woche lang. Die Kosten werden geteilt. „Das läuft prima!" sagen die beiden.

Stattauto

Kommt aus Amerika, gibt es schon in 40 deutschen Städten. Wer ein Auto braucht, mietet es stunden-, tage- oder wochenweise zum Minitarif.

Beispiel Hamburg. Gisela Ockermann will kein eigenes Auto. Aus Überzeugung. Sie 30jährige Sozialpädagogin fährt meist mit dem Rad.
„Trotzdem gibt es Situationen, da brauche ich dringend ein Auto.“ Jetzt ist sie Mitglied der Initiative „Stattauto“ – Aufnahmegebühr 200 Euro, monatlicher Beitrag – 20 Euro, Kaution – 1000 Euro. Dafür ist sie mobil, wenn sie es will. In Hamburg laufen 24 „Stattautos“, in Berlin schon rund 100.

Lastentransport gestern und heute


Wer vor neunzig Jahren schwere Lasten transportieren wollte, musste in der Regel ein Pferdefuhrwerk benutzen. Doch es gab auch schon sogenannte Lastkraftwagen. Sie machten viel Lärm und Gestank, und der Fahrkomfort war gering. Wenn zum Beispiel eine Achse kaputt war, wurde der Wagen meistens an Ort und Stelle repariert, denn es war nicht gleich eine Werkstatt oder ein Abschleppdienst in der Nähe. Das war höchstens für die neugierigen Zuschauer eine Freude.

Heutzutage rollen moderne Lkws mit 200- bis 300-PS-Motoren über Bundesstraßen und Autobahnen. Sie sind komfortabel ausgestattet, viele Wagen haben sogar eine Schlafkoje. Wenn der Fahrer acht Stunden lang fährt, wird er von dem Beifahrer abgelöst und kann in Ruhe schlafen. Wenn ein Sattelschlepper einen Unfall hat, wird oft nur die Zugmaschine gewechselt, und die Fahrt geht weiter.

Man kann sich auch die Zukunft ohne den Lkw nicht vorstellen. Denn auch in Zukunft wird der Lkw aufgrund seiner größeren Beweglichkeit mindestens ebenso nützlich sein wie der Schienenverkehr. Auch der Container-Transport wird nach neusten Schätzungen noch zunehmen und den Lkw unentbehrlich machen. Kein Wunder, dass viele Jungen und heutzutage auch Mädchen den Beruf des Lkw-Fahrers ergreifen wollen.

Hermann Dross (34 Jahre) ist Lkw-Fahrer und hat im Moment einen neuen Arbeitsplatz. Heute beginnt er seinen Dienst bei der Firma Wenslaw und Söhne. Um 6 Uhr ist er schon auf dem Hof der Firma. Zusammen mit seinem Kollegen Wallmann soll er heute nach Linz in Österreich fahren und 15 Tonnen Lebensmittel zur Firma Poldinger transportieren. Die beiden haben eine Strecke von mehr als 1800 km vor sich. Vor Mittwochabend werden sie kaum zurück sein. Um 7 Uhr fährt der Sattelzug bei Duisburg auf die Autobahn. Hermann Dross sitzt am Steuer. Er ist froh, dass sie pünktlich starten konnten. Auch Herr Wallmann ist bester Laune. Mit Schwierigkeiten rechnet keiner der beiden, aber bei Deggendorf gibt es einen leichten Unfall. Die Firma schickt eine neue Zugmaschine, und einen Tag später wird auf dem Rastplatz bei Deggendorf „umgesattelt“, wie die Fahrer sagen: Der Anhänger bekommt eine neue Zugmaschine, und der defekte Sattelschlepper wird in die Werkstatt gebracht. Erst am Donnerstag wird der Lkw in Linz sein.

Am Fließband


Wer am Band mein Meister ist, weiß ich noch nicht. Es kommt manchmal jemand vorbei – an seinem hellblauen Kittel ein Schildchen: „Meister Soundso“ – und fragt nach meinem Namen. Er sagt: „Ich komme jeden Tag hier mal vorbei. Wenn Sie was wissen wollen, fragen Sie mich.“ Von ihm erfahre ich auch, dass ich „Fertigmacher“ werden soll. Was das ist, erfahre ich nicht. Und wie man so etwas wird und wie lange es dauert, verrät er auch nicht.

Die Leute, die vor mir und hinter mir am Band arbeiten, kenne ich nicht. Ich weiß auch nicht, was sie tun. Manchmal begegnen wir uns am Band im gleichen Wagen. Sie sind mit der Montage an ihrem Abschnitt nicht fertig geworden. Dann sind wir uns gegenseitig im Weg. Da schlägt mir einer eine Wagentür ins Kreuz, oder ich beschütte einen mit Lack. Wir entschuldigen uns nicht. Jeder ist so beschäftigt, dass er den anderen übersieht.

Das Schwierigste am Band ist das ewig Eintönige, das Nichthaltmachenkönnen. Ungefähr alle zehn Minuten ein Blick auf die Hallenuhr. Wenn wenigstens jede Stunde das Band für einige Minuten stillstehen würde, dann hätte man etwas, wofür man arbeiten könnte. Die Zeit von 6.40 Uhr bis zur Mittagspause um 12.00 Uhr und von 12.30 Uhr bis zum Schichtende um 15.10 Uhr ist zu lang.

Man hat mir von einem Arbeiter erzählt. Er hat versucht, sich auf seine Art gegen das Band zu wehren. Er hat vorne am Band gearbeitet. Er wollte eine Zigarette rauchen. Statt seinen Bohrer an die vorhergesehene immer gleiche Stelle der Karosserie zu halten, hat er kurz ins Band hineingebohrt, und alles stand augenblicklich still. Tausende Mark Kosten für das Werk, für ihn drei bis fünf Minuten Pause. Er hat sich die Pause genommen, weil das Werk sie ihm nicht geben wollte. Drei oder viermal hat er es innerhalb von zwei Wochen getan, dann ist es herausgekommen. Und der ist geflogen.


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