Vorwort Die "zweite Abteilung Nordsee"



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Дата16.10.2012
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Zweiter Teil

Vorwort


Die "zweite Abteilung Nordsee" die bei der ersten Auflage diesen Band eröffnete, habe ich bei der zweiten Auflage bereits dem ersten Bande einverleibt, ferner habe ich ein Dutzend Blätter aus der "dritten Abteilung Nordsee" in dieser neuen Auflage unterdrückt, und endlich sind hier die "Briefe aus Berlin" ganz ausgeschieden worden. Diese Ökonomie mag sich selber vertreten. Die Lücke, die dadurch in diesem Bande entstand, habe ich nicht mit einem Teile aus dem dritten Bande ergänzen wollen. Letzterer, der dritte Band der Reisebilder, hat nun einmal in seiner jetzigen Gestalt den Beifall meiner Freunde gewonnen, diese Gestalt scheint mir seine geistige Einheit zu bedingen, und ich möchte deshalb auch keine Zeile davon trennen, oder irgend sonst eine Veränderung, und sei sie noch so geringfügig, damit vornehmen. Die Lücke, die sich in diesem zweiten Bande bildete, suchte ich daher mit neuen Frühlingsliedern zu füllen. Ich übergebe sie um so anspruchloser, da ich wohl weiß, daß Deutschland keinen Mangel hat an dergleichen lyrischen Gedichten. Außerdem ist es unmöglich in dieser Gattung etwas Besseres zu geben, als schon von den älteren Meistern geliefert worden, namentlich von Ludwig Uhland, der die Lieder der Minne und des Glaubens so hold und lieblich hervorgesungen aus den Trümmern alter Burgen und Klosterhallen. Freilich, diese frommen und ritterlichen Töne, diese Nachklänge des Mittelalters, die noch unlängst in der Periode einer patriotischen Beschränktheit von allen Seiten widerhallten, verwehen jetzt im Lärmen der neuesten Freiheitskämpfe, im Getöse einer allgemeinen europäischen Völkerverbrüderung, und im scharfen Schmerzjubel jener modernen Lieder, die keine katholische Harmonie der Gefühle erlügen wollen und vielmehr, jakobinisch unerbittlich, die Gefühle zerschneiden, der Wahrheit wegen. Es ist interessant zu beobachten, wie die eine von den beiden Liederarten je zuweilen von der anderen die äußere Form erborgt. Noch interessanter ist es, wenn in ein und demselben Dichterherzen sich beide Arten verschmelzen.

Ich weiß nicht ob die "Erato" des Freiherrn Franz von Gaudy und das "Skizzenbuch" von Franz Kugler schon die gebührende Anerkennung gefunden; beide Büchlein, die erst jüngst erschienen, haben mich so innig angesprochen, daß ich sie, in jedem Fall, ganz besonders rühmen muß.

Ich würde mich vielleicht noch weitläuftig über deutsche Dichter aussprechen, aber einige andre Zeitgenossen, die jetzt damit beschäftigt sind, die Freiheit und Gleichheit in Europa zu begründen, nehmen zu sehr meine Aufmerksamkeit in Anspruch.

Paris den 20. Juni 1831.

Heinrich Heine.

Die NordseeСЕВЕРНОЕ МОРЕ (1826)

Dritte Abteilung/Часть вторая


Deutsch

Русский

Motto: Varnhagen von Enses "Biographische Denkmale".
1. T. S. 1, 2.

"Биографические памятники" Варнхагена фон Энзе, ч. I, с. 1-2.

(Geschrieben auf der Insel Norderney)

Писано на острове Нордерней.

- - - Die Eingeborenen sind meistens blutarm und leben vom Fischfang, der erst im nächsten Monat, im Oktober, bei stürmischem Wetter, seinen Anfang nimmt. Viele dieser Insulaner dienen auch als Matrosen auf fremden Kauffahrteischiffen und bleiben jahrelang vom Hause entfernt, ohne ihren Angehörigen irgendeine Nachricht von sich zukommen zu lassen. Nicht selten finden sie den Tod auf dem Wasser. Ich habe einige arme Weiber auf der Insel gefunden, deren ganze männliche Familie solcherweise umgekommen; was sich leicht ereignet, da der Vater mit seinen Söhnen gewöhnlich auf demselben Schiffe zur See fährt.

...Туземцы большею частью ужасающе бедны и живут рыбною ловлею, которая начинается только в следующем месяце, октябре, при бурной погоде. Многие из этих островитян служат также матросами на иностранных купеческих кораблях и годами отсутствуют, не давая о себе никаких вестей своим близким. Нередко они находят смерть в море. Я застал на острове несколько бедных женщин, у которых погибли таким образом все мужчины в их семье, что случается нередко, так как отец обыкновенно пускается в море на одном корабле со своими сыновьями.

Das Seefahren hat für diese Menschen einen großen Reiz; und dennoch, glaube ich, daheim ist ihnen allen am wohlsten zumute. Sind sie auch auf ihren Schiffen sogar nach jenen südlichen Ländern gekommen, wo die Sonne blühender und der Mond romantischer leuchtet, so können doch alle Blumen dort nicht den Leck ihres Herzens stopfen, und mitten in der duftigen Heimat des Frühlings sehnen sie sich wieder zurück nach ihrer Sandinsel, nach ihren kleinen Hütten, nach dem flackernden Herde, wo die Ihrigen, wohlverwahrt in wollenen Jacken, herumkauern, und einen Tee trinken, der sich von gekochtem Seewasser nur durch den Namen unterscheidet, und eine Sprache schwatzen, wovon kaum begreiflich scheint, wie es ihnen selber möglich ist, sie zu verstehen.

Мореплавание представляет для этих людей большой соблазн, и все-таки, думается мне, лучше всего они чувствуют себя дома. Если даже они попадают на своих кораблях в те южные страны, где солнце светит пышнее, а луна -- романтичнее, то все тамошние цветы не в силах все же заткнуть пробоину в их сердце, и в благоухающей стране весны они тоскуют по своему песчаному острову, по своим маленьким хижинам, по пылающему очагу, У которого, закутавшись в шерстяные куртки, сидят их родные и пьют чай, только названием отличающийся от кипяченой морской воды, и болтают на таком языке, что трудно уразуметь, как они сами его понимают.

Was diese Menschen so fest und genügsam zusammenhält, ist nicht so sehr das innig mystische Gefühl der Liebe, als vielmehr die Gewohnheit, das naturgemäße Ineinander-Hinüberleben, die gemeinschaftliche Unmittelbarkeit.

Так прочно и полно этих людей соединяет не столько глубокое и таинственное чувство любви, сколько привычка, жизнь в тесной связи друг с другом, согласная с природой, непосредственность в общении между собою.

Gleiche Geisteshöhe, oder, besser gesagt, Geistesniedrigkeit, daher gleiche Bedürfnisse und gleiches Streben; gleiche Erfahrungen und Gesinnungen, daher leichtes Verständnis untereinander; und sie sitzen verträglich am Feuer in den kleinen Hütten, rücken zusammen, wenn es kalt wird, an den Augen sehen sie sich ab, was sie denken, die Worte lesen sie sich von den Lippen, ehe sie gesprochen worden, alle gemeinsamen Lebensbeziehungen sind ihnen im Gedächtnisse, und durch einen einzigen Laut, eine einzige Miene, eine einzige stumme Bewegung erregen sie untereinander so viel Lachen, oder Weinen, oder Andacht, wie wir bei unseresgleichen erst durch lange Expositionen, Expektorationen und Deklamationen hervorbringen können. Denn wir leben im Grunde geistig einsam, durch eine besondere Erziehungsmethode oder zufällig gewählte, besondere Lektüre hat jeder von uns eine verschiedene Charakterrichtung empfangen, jeder von uns, geistig verlarvt, denkt, fühlt und strebt anders als die andern, und des Mißverständnisses wird so viel, und selbst in weiten Häusern wird das Zusammenleben so schwer, und wir sind überall beengt, überall fremd, und überall in der Fremde.

Одинаковый уровень духовного развития или, вернее, неразвитости, отсюда и одинаковые потребности, и одинаковые стремления; одинаковый опыт и образ мыслей, отсюда и легкая возможность понимать друг друга; и вот они мирно сидят у огня в маленьких хижинах, теснее сдвигаются, когда становится холодней, по глазам узнают, что думает другой, читают по губам слова, прежде чем они выговорены; в памяти их хранятся все общие жизненные отношения, и одним звуком, одною гримасой, одним бессловесным движением они вызывают в своей среде столько смеху, слез или торжественного настроения, сколько нам с трудом удается возбудить путем долгих словоизлияний, объяснений и вдохновенных рассуждений. Ведь, по существу, мы живем в духовном одиночестве, каждый из нас благодаря особым приемам воспитания или случайному подбору материала для чтения получил своеобразный склад характера; каждый из нас под своей духовной маской мыслит, чувствует и действует иначе, чем другие, а потому и возникает столько недоразумений и даже в просторных домах так трудна совместная жизнь, и повсюду нам тесно, везде мы чужие и повсюду на чужбине.

In jenem Zustande der Gedanken- und Gefühlsgleichheit, wie wir ihn bei unseren Insulanern sehen, lebten oft ganze Völker und haben oft ganze Zeitalter gelebt. Die römisch-christliche Kirche im Mittelalter hat vielleicht einen solchen Zustand in den Korporationen des ganzen Europa begründen wollen, und nahm deshalb alle Lebensbeziehungen, alle Kräfte und Erscheinungen, den ganzen physischen und moralischen Menschen unter ihre Vormundschaft. Es läßt sich nicht leugnen, daß viel ruhiges Glück dadurch gegründet ward und das Leben warm-inniger blühte, und die Künste, wie still hervorgewachsene Blumen, jene Herrlichkeit entfalteten, die wir noch jetzt anstaunen, und mit all unserem hastigen Wissen nicht nachahmen können. Aber der Geist hat seine ewigen Rechte, er läßt sich nicht eindämmen durch Satzungen und nicht einlullen durch Glockengeläute; er zerbrach seinen Kerker und zerriß das eiserne Gängelband, woran ihn die Mutterkirche leitete, und er jagte im Befreiungstaumel über die ganze Erde, erstieg die höchsten Gipfel der Berge, jauchzte vor Übermut, gedachte wieder uralter Zweifel, grübelte über die Wunder des Tages, und zählte die Sterne der Nacht. Wir kennen noch nicht die Zahl der Sterne, die Wunder des Tages haben wir noch nicht enträtselt, die alten Zweifel sind mächtig geworden in unserer Seele - ist jetzt mehr Glück darin, als ehemals? Wir wissen, daß diese Frage, wenn sie den großen Haufen betrifft, nicht leicht bejaht werden kann; aber wir wissen auch, daß ein Glück, das wir der Lüge verdanken, kein wahres Glück ist, und daß wir, in den einzelnen zerrissenen Momenten eines gottgleicheren Zustandes, einer höheren Geisteswürde, mehr Glück empfinden können, als in den lang hinvegetierten Jahren eines dumpfen Köhlerglaubens.

В таком состоянии одинаковости мыслей и чувств, какое мы находим у обитателей нашего острова, жили часто целые народы и целые эпохи. Римско-христианская церковь в средние века стремилась, быть может, к установлению такого положения в общинах всей Европы и распространила свою опеку на все житейские отношения, на все силы и явления, на всю физическую и нравственную природу человека. Нельзя отрицать, что в итоге получилось много спокойного счастья, жизнь расцвела в тепле и уюте, и искусства, подобно выращенным в тиши цветам, явили такое великолепие, что мы и до сих пор изумляемся им и, при всей нашей стремительности в познании, не в силах следовать их образцам. Но дух имеет свои вечные права, он не дает сковать себя канонами, убаюкать колокольным звоном; дух сломил свою тюрьму, разорвал железные помочи, на которых церковь водила его, как мать; опьяненный свободой, пронесся он по всей земле, достиг высочайших горных вершин, возликовал в избытке сил, снова стал припоминать давнишние сомнения, размышлять о чудесах современности и считать звезды ночные. Мы еще не сочли звезд, не разгадали чудес, старинные сомнения возникли с могучею силой в нашей душе -- счастливее ли мы, чем прежде? Мы знаем, что не легко ответить утвердительно на этот вопрос, когда он касается масс; но знаем также, что счастье, которым мы обязаны обману, не настоящее счастье, и что в отдельные отрывочные моменты состояния, близкого к божескому, на высших ступенях духовного нашего достоинства мы способны обрести большее счастье, чем в долгие годы прозябания на почве тупой и слепой веры.

Auf jeden Fall war jene Kirchenherrschaft eine Unterjochung der schlimmsten Art. Wer bürgte uns für die gute Absicht, wie ich sie eben ausgesprochen? Wer kann beweisen, daß sich nicht zuweilen eine schlimme Absicht beimischte? Rom wollte immer herrschen, und als seine Legionen fielen, sandte es Dogmen in die Provinzen. Wie eine Riesenspinne saß Rom im Mittelpunkte der lateinischen Welt und überzog sie mit seinem unendlichen Gewebe. Generationen der Völker lebten darunter ein beruhigtes Leben, indem sie das für einen nahen Himmel hielten, was bloß römisches Gewebe war; nur der höherstrebende Geist, der dieses Gewebe durchschaute, fühlte sich beengt und elend, und wenn er hindurchbrechen wollte, erhaschte ihn leicht die schlaue Weberin, und sog ihm das kühne Blut aus dem Herzen; - und war das Traumglück der blöden Menge nicht zu teuer erkauft für solches Blut? Die Tage der Geistesknechtschaft sind vorüber; alterschwach, zwischen den gebrochenen Pfeilern ihres Colisäums, sitzt die alte Kreuzspinne, und spinnt noch immer das alte Gewebe, aber es ist matt und morsch, und es verfangen sich darin nur Schmetterlinge und Fledermäuse, und nicht mehr die Steinadler des Nordens.

Во всяком случае, это владычество церкви было игом наихудшего свойства. Кто поручится нам за добрые намерения, о которых я только что говорил? Кто может доказать, что не примешивались к ним подчас и дурные намерения? Рим все время стремился к владычеству, и когда пали его легионы, он разослал по провинциям свои догматы. Рим, как гигантский паук, уселся в центре латинского мира и заткал его своей бесконечной паутиной. Поколения народов жили под ним умиротворенной жизнью, принимая за близкое небо то, что было на деле лишь римской паутиной; только стремившийся ввысь дух, прозревая сквозь эту паутину, чувствовал себя стесненным и жалким, и когда он пытался прорваться, лукавый ткач улавливал его и высасывал кровь из его отважного сердца, и кровь эта -- не слишком ли дорогая цена за призрачное счастье бессмысленной толпы? Дни духовного рабства миновали; старчески дряхлый, сидит старый паук-крестовик среди развалившихся колонн Колизея и все еще ткет свою старую паутину, но она уже не крепкая, а гнилая, и в ней запутываются только бабочки и летучие мыши, а не северные орлы.

- Es ist doch wirklich belächelnswert, während ich im Begriff bin, mich so recht wohlwollend über die Absichten der römischen Kirche zu verbreiten, erfaßt mich plötzlich der angewöhnte protestantische Eifer, der ihr immer das Schlimmste zumutet; und eben dieser Meinungszwiespalt in mir selbst gibt mir wieder ein Bild von der Zerrissenheit der Denkweise unserer Zeit. Was wir gestern bewundert, hassen wir heute, und morgen vielleicht verspotten wir es mit Gleichgültigkeit.

...Смешно, право: когда я с таким доброжелательством начинаю распространяться о намерениях римской церкви, меня внезапно охватывает привычное протестантское рвение, приписывающее ей постоянно все самое дурное; и именно это раздвоение моей собственной мысли являет для меня образ разорванности современного мышления. Мы ненавидим сегодня то, чем вчера восхищались, а завтра, может быть, равнодушно посмеемся над всем этим.

Auf einem gewissen Standpunkte ist alles gleich groß und gleich klein, und an die großen europäischen Zeitverwandlungen werde ich erinnert, indem ich den kleinen Zustand unserer armen Insulaner betrachte. Auch diese stehen an der Grenze einer solchen neuen Zeit, und ihre alte Sinneseinheit und Einfalt wird gestört durch das Gedeihen des hiesigen Seebades, indem sie dessen Gästen täglich etwas Neues ablauschen, was sie nicht mit ihrer altherkömmlichen Lebensweise zu vereinen wissen. Stehen sie des Abends vor den erleuchteten Fenstern des Konversationshauses, und betrachten dort die Verhandlungen der Herren und Damen, die verständlichen Blicke, die begehrlichen Grimassen, das lüsterne Tanzen, das vergnügte Schmausen, das habsüchtige Spielen usw., so bleibt das für diese Menschen nicht ohne schlimme Folgen, die von dem Geldgewinn, der ihnen durch die Badeanstalt zufließt, nimmermehr aufgewogen werden. Dieses Geld reicht nicht hin für die eindringenden, neuen Bedürfnisse; daher innere Lebensstörung, schlimmer Anreiz, großer Schmerz. Als ich ein Knabe war, fühlte ich immer eine brennende Sehnsucht, wenn schöngebackene Torten, wovon ich nichts bekommen sollte, duftig-offen, bei mir vorübergetragen wurden; späterhin stachelte mich dasselbe Gefühl, wenn ich modisch entblößte, schöne Damen vorbeispazieren sah; und ich denke jetzt, die armen Insulaner, die noch in einem Kindheitszustande leben, haben hier oft Gelegenheit zu ähnlichen Empfindungen, und es wäre gut, wenn die Eigentümer der schönen Torten und Frauen solche etwas mehr verdeckten. Diese vielen unbedeckten Delikatessen, woran jene Leute nur die Augen weiden können, müssen ihren Appetit sehr stark wecken, und wenn die armen Insulanerinnen, in ihrer Schwangerschaft, allerlei süßgebackene Gelüste bekommen, und am Ende sogar Kinder zur Welt bringen, die den Badegästen ähnlich sehen, so ist das leicht zu erklären. Ich will hier durchaus auf kein unsittliches Verhältnis anspielen. Die Tugend der Insulanerinnen wird durch ihre Häßlichkeit, und gar besonders durch ihren Fischgeruch, der mir wenigstens unerträglich war, vorderhand geschützt. Ich würde, wenn ihre Kinder mit badegästlichen Gesichtern zur Welt kommen, vielmehr ein psychologisches Phänomen erkennen, und mir solches durch jene materialistisch-mystischen Gesetze erklären, die Goethe in den Wahlverwandtschaften so schön entwickelt.

С известной точки зрения все одинаково велико и одинаково мелко, и я вспоминаю о великих европейских переворотах, наблюдая мелкую жизнь наших бедных островитян. И они стоят на пороге нового времени, и старинные их единомыслие и простота нарушены процветанием здешних морских купаний, так как они ежедневно подмечают у своих гостей кое-что новое, несовместимое с их стародавним бытом. Когда по вечерам они стоят перед освещенными окнами кургауза и наблюдают поведение мужчин и дам, многозначительные взгляды, гримасы вожделения, похотливые танцы, самодовольное обжорство, азартную игру и т. д., это не остается для них без скверных последствий, не уравновешиваемых той денежной выгодой, которую им приносят морские купанья. Денег этих недостаточно для вновь возникающих потребностей, а в итоге -- глубокое расстройство внутренней жизни, скверные соблазны, тяжелая скорбь. Мальчиком я всегда чувствовал жгучее вожделение, когда мимо меня проносили открытыми прекрасно испеченные ароматные торты, предназначенные не для меня; впоследствии то же чувство мучило меня при виде обнаженных по моде красивых дам; и мне думается, что бедным островитянам, находящимся еще в поре детства, часто представляются случаи для подобных ощущений, и было бы лучше, если бы обладатели прекрасных тортов и женщин несколько больше прикрывали их. Обилие открытых напоказ лакомств, которыми эти люди могут тешить только свои глаза, должно сильно возбуждать их аппетит, и если бедных островитянок в период беременности страстно влечет ко всяким печеным сладостям и в конце концов они даже производят на свет детей, похожих на курортных приезжих, то это объясняется просто. Здесь я отнюдь не намекаю на какие-либо безнравственные связи. Добродетель островитянок в полной мере ограждена их безобразием и особенно свойственным им рыбным запахом, которого я, по крайней мере, не выносил. В самом факте появления на свет младенцев с физиономиями курортных гостей я бы скорее признал психологический феномен и объяснил бы его теми материалистически-мистическими законами, которые так хорошо устанавливает Гёте в своем "Избирательном сродстве".
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